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Triggerpunkttherapie

Obwohl Janett G. Travell bereits 1952 ihre ersten 32 „myofaszialen Triggerpunkte“ veröffentlichte, werden diese „Muskelpunkte“ als Auslöser und Ursache für Schmerzen weiterhin häufig vernachlässigt bzw. übersehen.

Das Besondere an Triggerpunkten ist, dass diese Schmerzen in Körperregionen auslösen (trigger = englisch für auslösen), die weit entfernt vom eigentlichen Triggerpunkt liegen (z.B. der „Ischiasschmerz“ im Bein, ausgelöst durch Triggerpunkte in der Gesäßmuskulatur). Akute oder chronische Fehlbelastungen, unfallbedingte Überdehnung, eine direkte Verletzung der Muskulatur, emotionaler oder biochemischer Stress (z.B. Darmfunktionsstörungen= Dysbiose) verursachen häufig alleine oder gemeinsam über pathophysiologische Prozesse einen Sauerstoffmangel bzw. eine „Energiekrise“ in diesen Muskelabschnitten. Als Folge kommt es zu Verklebungen (Rigorkomplex), es entwickelt sich ein Muskelhartspannstrang. Findet man in diesem Hartspannstrang eine kleine begrenzte Zone mit maximaler Druckempfindlichkeit, von welcher aus die bekannten (lokalen oder ausstrahlenden) Schmerzen ausgelöst werden können, so spricht man von einem myofaszialen Triggerpunkt.

Es existieren verschiedene Therapieformen bei der Behandlung der Triggerpunkte: manuelle Löstechniken, Matrix Rhythmustherapie, „Dry Needling“/ Triggerakupunktur etc.. Ein nicht unwesentlicher Faktor bei der dauerhaften Beseitigung der Triggerpunkte ist nicht zuletzt die Mitarbeit des Patienten/der Patientin durch Eigenübungen (Heimprogramm) und Vermeiden/Ausschalten sogenannter aufrechterhaltender Faktoren (z.B. beruflich bedingtes langes Sitzen/Stehen, wiederholte eintönige Bewegungsabläufe bei der Arbeit, einseitiges Training beim Sport, chronischer Stress, Ernährung…)